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Podium: Outsourcing und Niedriglohnsektor

Nicht nur Lastwagenfahrer*innen werden gekündigt und zu schlechteren Bedingungen bei einer neuen Firma angestellt, auch Reinigungskräfte oder Küchenpersonal, Pflegekräfte oder Entsorger*innen sind gezwungen unter schlechteren Bedingungen eine neue Anstellung zu finden, d. h. sie bekommen weniger Lohn, weniger Urlaub und haben meist befristete Verträge. Die Liste der Beispiele aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor ließe sich fast beliebig fortführen.

Neben diesem „Outsourcing“ reiht sich auch die Aushöhlung von Branchentarif­verträgen in die neoliberale Wirtschaftspolitik mit ein und eine Politik, die die Menschen zwingt jeden Job anzunehmen – ungeachtet der Bedingungen oder des Lohnes.

Für die Arbeitgeber ist die Ausgliederung eine willkommene Möglichkeit Personalkosten zu sparen. Nach Schätzungen sind mindestens 20 Prozent der Beschäftigten in den Kran­kenhäusern inzwischen in „Servicegesellschaften“ oder in anderer Form ausgegliedert. Neben den „klassischen“ Outsourcingbereichen wie Reinigung und Küche betrifft dies inzwischen auch vermehrt Handwerk und Technik, Therapeut*innen, Verwaltung/IT, Sozialarbeiter*innen und bei manchen privaten Anbietern auch die Pflege. So wurde inzwischen ein Niedriglohnsektor aufgebaut und wird weiterhin ausgebaut.

Welche Folgen hat Outsourcing für die Belegschaften? Wie wirkt sich der wachsende Niedriglohnsektor aus unsere Gesellschaft aus? Und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es?

Das wollen wir diskutieren mit:

  • Angela Hauser, Personalratsvorsitzende am Uniklinikum Tübingen, wo zahlreiche Beschäftige in die Servicegesellschaft UDO ausgegliedert wurden
  • Margrit Paal, Personalratsvorsitzende der Universität Tübingen, an der es viele Befristungen gibt
  • Gerlinde Strasdeit, ver.di-Ortsvorstandsvorsitzende und Linke-Stadträtin in Tübingen, kritisiert die Ausgliederung der städtischen Reinigungskräfte
  • Helga Fischer, Betriebsrätin bei sMAIL, einem privaten Postdienstleister in Tübingen/Reutlingen

Das Podium beginnt am Dienstag, 26. Juni 2018 um 20 Uhr im kleinen Saal des Schlatterhauses in der Österbergstr. 2 in Tübingen.
(Vom Lustnauer Tor aus die steile Straße hinauf zwischen Apotheke und Kreissparkasse. Das Schlatterhaus befindet sich auf der rechten Seite.)

Eine gemeinsame Veranstaltung mit attac Tübingen, sowie dem ver.di Ortsverein Neckaralb und dem DGB Kreisverband Tübingen.

(Diese Veranstaltung bei Facebook: Podium: Outsourcing und Niedriglohnsektor)

Download: Flyer zur Veranstaltung als PDF.

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Podium: Ist Prekarität unsichtbar?

Donnerstag, 25. Januar 2018 um 19 Uhr:
Podium: Ist Prekarität unsichtbar?

Jeden Tag kommen Menschen mit verschiedensten Problemen in die Beratung des Tübinger Arbeitslosen-Treffs. Doch in der breiten Öffentlichkeit sind Armut und Prekarität nur ein Rand-Thema. Wie können wir das ändern?

Podium mit folgenden Gästen:

  • Uta Schwarz-Österreicher  (langjährige Leiterin Soziales der Stadt Tübingen)
  • leider erkrankt: Peter Heilemann (langjähriger Sozialarbeiter und  Diakon der Eberhardsgemeinde)
  • Dorothee Hermann (Journalistin)
    (in Vertretung von Frau Angstmann-Koch, die kurzfristig erkrankt ist)
  • ein Ehrenamtlicher des Tübinger Arbeitslosen-Treffs

Das Podium wird moderiert von Matthias Möhring-Hesse aus dem Vorstand des Arbeitslosen-Treffs.

Podium: Ist Prekarität unsichtbar?

im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe: „Geschichten aus dem Land der Prekarität“

Solidarische Ansätze zur Finanzierung eines guten Lebens für alle

Update: Die Wüste Welle hat die Veranstaltung aufgezeichnet und auf ihre Website hochgeladen. Somit steht die Podiumsdiskussion jetzt zum nachträglichen Anhören zur Verfügung:
Aufzeichnung Podiums-Diskussion: Ein gutes Leben für alle?!

Das war unsere Veranstaltungs-Ankündigung:
Im Rahmen des Wüste Welle Aktionsmonats „In was für einer Welt wollen wir leben?“ organisiert der Tübinger Arbeitslosen-Treff e.V. eine Veranstaltung zu solidarischen Ansätzen der Finanzierung eines guten Lebens für alle. Und zwar am Dienstag, dem 2. Mai 2017 um 18:30 Uhr in den Räumen der Begegnungsstätte Hirsch (1. Stock).

Für unser Podium  haben wir zwei Diskutanten eingeladen:

  • Siegfried Gack von der Gruppe ZAK³ (Gruppe gegen Kapitalismus, Krieg und Kohlendioxid) wird die Idee der kostenlosen Daseinsfürsorge vorstellen. Sie versteht Sozialpolitik als Bereitstellung einer sozialen Infrastruktur: Bildung, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Wohnen und Kultur sind als Grundrechte anerkannt. Die Gesellschaft stellt dafür die notwendigen Mittel kostenfrei bzw. kostengünstig zur Verfügung. Für alle.
  • Als Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens konnten wir Friedrich Strohmeier gewinnen, der sich seit 2007 mit dem Konzept beschäftigt. Er ist Unterstützer des Bündnis Grundeinkommen der Ein-Themen-Partei zum bedingungslosen Grundeinkommen.

In einem ersten Teil sollen die beiden Konzepte zunächst vorgestellt werden, anschließend ist Zeit für Fragen aus dem Publikum und Möglichkeit zur Diskussion der beiden Ansätze.

Moderiert wird die Veranstaltung von Fabian Everding, der als Sozialberater beim Tübinger Arbeitslosen-Treff e.V. arbeitet.

Der Wüste Welle Aktionsmonat beinhaltet verschiedene Veranstaltungen unterschiedlicher Organisationen, die sich alle mit (mehr oder weniger) „utopischen“ Wünschen an die Zukunft auseinandersetzen.