Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Neue Richtwerte für die Kosten der Unterkunft (KdU) zum 1. Mai 2018

Die Richtwerte für eine Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) im Rahmen von Alg II (SGB II / „Hartz IV“) und Sozialhilfe (SGB XII) werden für die Stadt und den Landkreis Tübingen zum 1. Mai 2018 angehoben. (Die bis dahin geltenden Richtwerte wurden bereits am 1. Mai 2014 festgesetzt. Entgegen den gesetzlichen Regelungen wurden sie nicht nach zwei Jahren aktualisiert. Künftig sollen die Zahlen tatsächlich alle zwei Jahre überprüft und angepasst werden.)

Die Richtwerte beziehen sich auf die Kaltmieten. Sie stellen gewissermaßen den ersten Prüfschritt dar, ob die gezahlte Kaltmiete im Sinne von SGB II und XII angemessen ist oder nicht. Falls das nicht der Fall ist, müssen andere Faktoren überprüft werden, z.B. die Beschaffenheit der Wohnung oder die persönliche Situation der Mieter*innen.

Die neuen Richtwerte gelten ab dem 01. Mai 2018. Wer sich bereits im Bezug von Sozialleistungen befindet, der sollte nun darauf achten, dass er künftig mehr erhält, sofern seine aktuelle Kaltmiete derzeit nicht voll übernommen wird, weil sie die alten Richtwerte überschritten hat.

Das Jobcenter hat uns mitgeteilt, dass eine Liste der hiervon betroffenen Personen an die Leistungssachbearbeiter verteilt wurde, so dass hier hoffentlich bald neue Bescheide mit der nun höheren Miete in die Briefkästen flattern sollten. Die neuen Richtwerte gelten auf jeden Fall rückwirkend zum 1. Mai, auch wenn es mit der Bearbeitung noch etwas dauern sollte.

Hier die neuen Richtwerte ab dem 1. Mai 2018:

Landkreis TübingenStadt Tübingen
1 Person (max. 45 qm)413 €508 €
2 Personen (max. 60 qm)465 €592 €
3 Personen (max. 75 qm)563 €741 €
4 Personen (max. 90 qm)664 €863 €
5 Personen (max. 105 qm)749 €1.037 €
jede weitere Pers. + 15 qm+ 99 €+ 135 €

Quelle: Bericht über die Richtlinien zur Beurteilung der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft nach Sozialgesetzbuch (SGB) II und XII vom 17.01.2018 (Besprochen im Sozial- und Kulturausschuss des Landkreises Tübingen am 18.04.2018)

Hier nochmal auf der Seite des Landkreises: Neue Mietrichtwerte ab 01.05.2018 für Sozialleistungsempfänger im Landkreis Tübingen

siehe auch: Schwäbisches Tagblatt vom 20. April 2018: Weil die Mieten in den Himmel wachsen (Leider hinter der Paywall!)

offenes Frühstück ab sofort immer Mittwochs

Im Jahr 2018 wird unser offenes Frühstück immer Mittwochs von 10 bis 12 Uhr stattfinden. (Nicht wie bislang Donnerstags.)

Sofern sich im Vorfeld genügend Teilnehmer*innen verbindlich für das Frühstück anmelden, gibt es ein umfassendes Angebot mit diversen Belägen und Müsli etc. Da der Einkauf fürs Frühstück von unterschiedlichen Ehrenamtlichen getätigt wird, variiert das Angebot dabei immer etwas. Für so ein umfassendes Angebot müssen wir von jedem einen Unkostenbeitrag von 3 € erheben.

Wenn im Vorfeld nicht genügend Anmeldungen vorliegen, findet unser Frühstück als „Brezel-Frühstück“ statt. Dann gibt es Brezeln und Kaffee, auch ohne Anmeldung und solange der Vorrat reicht. Das Brezel-Frühstück kostet nur einen Euro pro Person. und beinhaltet eine Brezel mit soviel Kaffee wie man mag.)

neuer Vorstand des Tübinger Arbeitslosen-Treff e.V.

Am Freitag, dem 27. Oktober 2017 war die jährliche Mitgliederversammlung des Tübinger Arbeitslosen-Treff e.V.  in unseren Räumen in der Neckarhalde 40.

Dabei wurden  zwei neue Kassenprüferinnen und  ein neuer Vereins-Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand des TAT e.V. ab November 2017.

Im Bild von links nach rechts:
Die neue Kassenprüferin Ulrike Österle, die ehemalige Hauptamtliche Gaby Wülfers, Fabian Everding (hauptamtlicher Sozialberater), Klaus Rahlf (neu im Vorstand), Rut Kittel (hauptamtliche Sozialberaterin und zweite Kassenprüferin), Matthias Möhring-Hesse, Peter Ott (beide neu im Vorstand), Peter Heilemann (langjähriger Vorstand, hat nicht mehr kandidiert), Holk-Rainer Hinz, Horst Haar (beide weiterhin im Vorstand), Karl-Ulrich Gscheidle (neu im Vorstand), Armin Schreiner (Buchhalter des TAT e.V.)

Geschichten aus dem Land der Prekarität

Am 5. Oktober 2017 startet mit den „Geschichten aus dem Land der Prekarität“ eine neue Veranstaltungs-Reihe des Tübinger Arbeitslosen-Treffs in Kooperation mit der Begegnungsstätte Hirsch. Die Bedeutung des vielleicht nicht allen vertrauten Begriffs der Prekarität wird im Untertitel nochmal im Sinne der geplanten sechs Veranstaltungen zusammengefasst: „Was es heißt in unsicheren Zeiten mit zu wenig auskommen zu müssen.

Die Veranstaltungen sind jeweils Donnerstags um 19 Uhr in den Räumen der Begegnungsstätte Hirsch in der Hirschgasse 9 in der Tübinger Altstadt.

Donnerstag, 5. Oktober, 19 Uhr:
Film-Abend: Gezeigt wird ein Spielfilm, der am Beispiel eines erkrankten Tischlers die Abgründe der Sozialbürokratie in einem britischen Jobcenter porträtiert.

Donnerstag 19. Oktober, 19 Uhr:
Prekäre Arbeit in akademischer Exzellenz
Akademische Ausbildung verspricht sichere Beschäftigung und gute Einkommen, heißt es. Doch Menschen, die an den Universitäten arbeiten, erfahren, wie brüchig dieses Versprechen ist. In Kooperation mit der Initiative der Lehrbeauftragten an der Universität Tübingen sowie der GEW/Verdi-Hochschulgruppe informieren wir uns über prekäre Arbeitsverhältnisse an der Universität und über Initiativen, daran etwas zu ändern.

Donnerstag, 9. November, 19 Uhr:
Auf den Begriff gebracht: Prekarität?
Mit »Prekarität« und »Prekariat« versuchen Soziologen, Veränderungen oder genauer: Verschärfungen in den sozialen Ungleichheiten zu begreifen. Vorgeschlagen wurde das Konzept u.a. von dem französischen Soziologen Robert Castel (»Die Metamorphosen der sozialen Frage. Eine Chronik der Lohnarbeit«). Längst ist der Begriff zu einem Signalwort in den politischen Debatten geworden – ein Signalwort dafür, dass Ausmaß und Form der sozialen Ungleichheiten die Gesellschaft in ihrem Zusammenhalt bedrohen. Auf eher spielerische Weise wollen wir an dem Abend den von Soziologen (u.a. Budde, Castel, Dörre und Vogel) vorgeschlagenen Begriff kennen lernen – und prüfen, ob der Begriff für uns geeignet ist, die Lebenslagen derer zu bezeichnen, die (auch) in Tübingen abgehängt und benachteiligt werden.

Donnerstag, 23. November, 19 Uhr:
Künstler*innen – Avantgarde von prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen?
Künstler*innen sind eine Berufsgruppe, die schon lange darin geübt ist, mit vielfältigen Unsicherheiten wirtschaftlicher Art umzugehen. Auch lassen Sie sich als individuelle Ausnahmefälle nur schwer in den „normalen“ Arbeitsmarkt einordnen. In Kooperation mit dem LTT soll aufgezeigt werden, wie sich prekäre Verhältnisse für Theaterschaffende darstellen und wie sie damit umgehen. Die Schauspieler Raphael Westermaier und Patrick Schnicke sowie der Intendant Thorsten Weckherlin werden uns davon erzählen.

Donnerstag, 7. Dezember 19 Uhr:
Crowdworking – eine Form der digitalen Prekarität?
Crowdworking, eine neue Form der Online-Arbeit, breitet sich aus. Diese verspricht Freiheit und Selbstbestimmung. Tatsächlich arbeiten Crowdworker nur scheinbar „selbstständig“. Sie erhalten ihre Aufträge von internetbasierten Plattformen, die von Unternehmen zur Aufgabenerledigung genutzt werden. Wie also arbeiten Crowdworker unter diesen Bedingungen? Wie ist es um ihre soziale Absicherung bestellt? Den Input liefern an diesem Abend Carolin Linckh und Werner Eichhorst. Sie arbeiten am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.

Donnerstag, 25. Januar 2018, 19 Uhr:
Podium: Ist Prekarität unsichtbar?
Jeden Tag kommen Menschen mit verschiedensten Problemen in die Beratung des Tübinger Arbeitslosen-Treffs. Doch in der breiten Öffentlichkeit sind Armut und Prekarität nur ein Rand-Thema. Wie können wir das ändern?

Podium mit folgenden Gästen:

  • Uta Schwarz-Österreicher  (langjährige Leiterin Soziales der Stadt Tübingen)
  • Peter Heilemann (langjähriger Sozialarbeiter und  Diakon der Eberhardsgemeinde)
  • Renate Angstmann-Koch  (Politik-Redaktion des Schwäbischen Tagblatts)

 

NEU: offener Mittagstisch mit Anmeldung

Unser Projekt „internationaler Mittagstisch“ – das wir eine Weile gemeinsam mit dem Tübinger Asylzentrum ausprobiert haben – hat sich leider nicht bewährt. Mangels Zulauf von Seiten der Geflüchteten kehren wir daher (in Absprache mit dem Asylzentrum) zurück zu unserem vorherigen Modell des offenen Mittagstischs.

Das bedeutet: Ab sofort gibt es kein garantiertes regelmäßiges Mittagessen am Montag, sondern wir Kochen, wenn sich im Vorfeld genügend Teilnehmer*innen finden, die sich verbindlich vorher anmelden.

Wer also künftig an unserem Mittagstisch teilnehmen will, der sollte sich verbindlich bei uns anmelden. Dazu gibt es in unserem Wohnzimmer eine Liste, auf der jede*r sich handschriftlich eintragen kann. Wir nehmen aber auch „virtuelle“ Anmeldungen entgegen: Schreibt uns eine Mail an mail [at] prekaercenter.de oder schreibt uns eine Nachricht auf Facebook und wir tragen Euch ein.

Die Kosten für das Essen werden wir künftig leider wieder auf alle Teilnehmer*innen umlegen müssen, d.h. es wird für die angemeldete Zahl an Teilnehmer*innen eingekauft und die Kosten werden auf alle „Mitesser“ umgelegt. Damit sind wir immer noch deutlich günstiger als jeder klassische Mittagstisch in der Gastronomie, aber kostenlos ist das Essen nicht mehr.

reduzierte Öffnungszeiten

In der Zeit von Montag, 10. bis einschließlich Donnerstag, 13. April gelten folgende geänderte Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Mittwoch: 8 Uhr bis 15 Uhr
Donnerstag: 8 Uhr bis 13 Uhr

Freitag, 14. sowie Montag, 17. April sind gesetzliche Feiertage, an denen wir geschlossen haben.

Aufgrund eines Arzt-Termins öffnen wir am Dienstag, 18. April erst nach der Mittagspause, also um 14:30 Uhr.

Weihnachts-Ferien

In der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester bleibt der TAT (vom 25. – 30.12.) geschlossen.

Wir öffnen wieder am Montag, 2. Januar 2017 und weisen schon mal darauf hin, dass Freitag, der 6. Januar ein Feiertag ist („Heilige Drei Könige“) an dem wir geschlossen haben.

Bis dahin friedliche Weihnachten, alles Gute und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Online-Petition zur Erhöhung des Schulbedarfs

Mit Online-Petitionen können Bürger den Bundestag dazu veranlassen sich mit Zusammenhängen zu befassen, die sonst nicht auf der Agenda gelandet wären.

In diesem Fall wollen wir Euch dazu ermuntern eine Petition mitzuzeichnen, die eine Erhöhung der Gelder für den Schulbedarf von Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien vorsieht. Momentan ist der Schulbedarf pauschal auf insgesamt 100 € im Jahr beschränkt, eine wissenschaftliche Studie hat jedoch herausgefunden, dass die tatsächlichen Kosten mindestens nochmal um 53 € darüber liegen.

Petition 66785: Arbeitslosengeld II – Änderung des § 28 Abs. 3 des Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Bedarfe für Bildung und Teilhabe) vom 19.07.2016

Tagblatt Porträt über Gaby Wülfers

Am Dienstag ist im Schwäbischen Tagblatt ein Porträt unserer langjährigen Hauptamtlichen Gabriele Wülfers erschienen. Sie wechselt zur Sozialberatungsstelle „friga“ nach Freiburg, weswegen wir ihr zu Ehren am 28. Juli bereits eine kleine „Veränderungsparty“ in unseren Räumen in der Neckarhalde 40 gefeiert haben.

Als Nachfolger hat am 1. Juli Fabian Everding beim Tübinger Arbeitslosen Treff e.V. angefangen. Auch Rut Kittel ist als bereits erfahrene Sozialberaterin weiterhin mit dabei.

Wer sich für die Geschichte von Gabys neuer Arbeitsstätte „friga“ interessiert, der sollte am kommenden Montag (15.08.2016) um 17 Uhr die Wüste Welle einschalten. Dort kommt ein Special über Arbeitskämpfe in Freiburg und die Anfänge von „friga“ in den 80er-Jahren.