Fr, 12.10.: Welchen „Sozialen Arbeitsmarkt“ braucht Tübingen?

Am Freitag, dem 12. Oktober beginnt unsere neue Veranstaltungsreihe „Wie sozial ist das »soziale Tübingen«?“

An diesem ersten Abend soll die Frage im Raum stehen:
Welchen „Sozialen Arbeitsmarkt“ braucht Tübingen?

Wie sozial eine Stadt ist, das hängt auch davon ab, wie die Menschen in dieser Stadt an der Erwerbsarbeit beteiligt werden.
Was wird in Tübingen getan für die Beschäftigung von Menschen, die ohne gezielte Unterstützung auf dem Arbeitsmarkt erfolglos sind oder benachteiligt werden? Was wird dafür getan, dass Menschen in Arbeit von ihrem Lohn leben können; und was dafür, dass das Recht auf freie Berufswahl für alle Menschen in Tübingen gilt?
Hilft der von der Bundesregierung beabsichtigte „Soziale Arbeitsmarkt“?

Podium mit Martin Rosemann MdB (SPD), Thomas Haas (Bruderhaus-Diakonie) und Moritz Stiepert (DGB)

Zeit: Freitag, 12. Oktober 2018, 20 Uhr
Ort: Kleiner Saal im Erdgeschoss des Gemeindehaus Lamm (neben dem Rathaus), Am Markt 7, 72070 Tübingen

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„Frühstück plus“ zu Rassismus im Alltag und am Arbeitsplatz

„Frühstück plus“ zu Rassismus im Alltag und am Arbeitsplatz mit Jan Bleckert am Mittwoch, 26.09.2018

Rassismus im Alltag ist überall – auch am Arbeitsplatz.
Beim Umgang damit ist es zum einen wichtig diesen zu erkennen und zum anderen Handlungsansätze zu entwickeln, um damit umzugehen.

Was kennzeichnet Rassismus im Alltag und was macht seine Gefährlichkeit aus? Wie kann ich als Beschäftigter darauf reagieren? Was kann der Betriebsrat tun? Gibt es Methoden für Handlungsmöglichkeiten im betrieblichen Umfeld gegen Rassismus?

„Frühstück plus“ ist eine regelmäßige Veranstaltungsreihe des Tübinger Arbeitslosen-Treffs, bei der wir mit Gästen zwanglos über aktuelle Themen sprechen. Genau wie unser „normales“ Frühstück jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr steht es allen Interessierten offen – ob mit oder ohne (prekäre) Beschäftigung.
Üblicherweise beginnen wir mit dem Frühstück um 10 Uhr, ab 10:30 Uhr ist dann etwas Ruhe eingekehrt und es beginnt der inhaltliche Input.
(Die Teilnahme am Frühstück ist nicht zwingend für die Teilnahme an der Veranstaltung. Zur Deckung der Unkosten müssen wir für das Frühstück pro Person 3 € verlangen.)

Frühstück Plus am 11.07.2018 zu den Arbeitsbedingungen bei H&M

In unserer Veranstaltungs-Reihe „Frühstück plus“ mit Gästen aus Politik und Gesellschaft wird am Mittwoch, dem 11. Juli 2018 Jan Bleckert von der Gewerkschaft ver.di bei uns referieren.

Mit der Kontaktanzeige „Teilzeit-Lebensgefährte auf Abruf gesucht“ hatte vor einiger Zeit eine H&M Beschäftigte in der überregionalen Presse für einige Aufmerksamkeit gesorgt. In Ihrer Kontaktanzeige sucht die Mitarbeiterin einen Lebensgefährten, der keinen Wert auf gemeinsame Hobbies legt, da bei H&M keine festen Arbeitszeiten existieren, die Beschäftigten oft mittelos sind und somit so oder so nichts außer dem Lebensunterhalt finanziert werden kann.

Immer wieder findet sich H&M mit vielen verschiedenen Themen aus der Arbeitswelt in der Presse. Wie ist es um die Arbeitsbedingen bei H&M bestellt? Einen kurzen Einblick in die Beschäftigungsbedingungen wird uns der zuständige Gewerkschaftssekretär Jan Bleckert geben.

„Frühstück plus“ ist eine regelmäßige Veranstaltungsreihe des Tübinger Arbeitslosen-Treffs, bei der wir mit Gästen zwanglos über aktuelle Themen sprechen. Genau wie unser „normales“ Frühstück jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr steht es allen Interessierten offen – ob mit oder ohne (prekäre) Beschäftigung.

Üblicherweise beginnen wir mit dem Frühstück um 10 Uhr, ab 10:30 Uhr ist dann etwas Ruhe eingekehrt und es beginnt der inhaltliche Input.

(Die Teilnahme am Frühstück ist nicht zwingend für die Teilnahme an der Veranstaltung.
Zur Deckung der Unkosten müssen wir für das Frühstück pro Person 3 € verlangen.)

Neue Richtwerte für die Kosten der Unterkunft (KdU) zum 1. Mai 2018

Die Richtwerte für eine Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) im Rahmen von Alg II (SGB II / „Hartz IV“) und Sozialhilfe (SGB XII) werden für die Stadt und den Landkreis Tübingen zum 1. Mai 2018 angehoben. (Die bis dahin geltenden Richtwerte wurden bereits am 1. Mai 2014 festgesetzt. Entgegen den gesetzlichen Regelungen wurden sie nicht nach zwei Jahren aktualisiert. Künftig sollen die Zahlen tatsächlich alle zwei Jahre überprüft und angepasst werden.)

Die Richtwerte beziehen sich auf die Kaltmieten. Sie stellen gewissermaßen den ersten Prüfschritt dar, ob die gezahlte Kaltmiete im Sinne von SGB II und XII angemessen ist oder nicht. Falls das nicht der Fall ist, müssen andere Faktoren überprüft werden, z.B. die Beschaffenheit der Wohnung oder die persönliche Situation der Mieter*innen.

Die neuen Richtwerte gelten ab dem 01. Mai 2018. Wer sich bereits im Bezug von Sozialleistungen befindet, der sollte nun darauf achten, dass er künftig mehr erhält, sofern seine aktuelle Kaltmiete derzeit nicht voll übernommen wird, weil sie die alten Richtwerte überschritten hat.

Das Jobcenter hat uns mitgeteilt, dass eine Liste der hiervon betroffenen Personen an die Leistungssachbearbeiter verteilt wurde, so dass hier hoffentlich bald neue Bescheide mit der nun höheren Miete in die Briefkästen flattern sollten. Die neuen Richtwerte gelten auf jeden Fall rückwirkend zum 1. Mai, auch wenn es mit der Bearbeitung noch etwas dauern sollte.

Hier die neuen Richtwerte ab dem 1. Mai 2018:

Landkreis Tübingen Stadt Tübingen
1 Person (max. 45 qm) 413 € 508 €
2 Personen (max. 60 qm) 465 € 592 €
3 Personen (max. 75 qm) 563 € 741 €
4 Personen (max. 90 qm) 664 € 863 €
5 Personen (max. 105 qm) 749 € 1.037 €
jede weitere Pers. + 15 qm + 99 € + 135 €

Quelle: Bericht über die Richtlinien zur Beurteilung der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft nach Sozialgesetzbuch (SGB) II und XII vom 17.01.2018 (Besprochen im Sozial- und Kulturausschuss des Landkreises Tübingen am 18.04.2018)

Hier nochmal auf der Seite des Landkreises: Neue Mietrichtwerte ab 01.05.2018 für Sozialleistungsempfänger im Landkreis Tübingen

siehe auch: Schwäbisches Tagblatt vom 20. April 2018: Weil die Mieten in den Himmel wachsen (Leider hinter der Paywall!)

Podium: Outsourcing und Niedriglohnsektor

Nicht nur Lastwagenfahrer*innen werden gekündigt und zu schlechteren Bedingungen bei einer neuen Firma angestellt, auch Reinigungskräfte oder Küchenpersonal, Pflegekräfte oder Entsorger*innen sind gezwungen unter schlechteren Bedingungen eine neue Anstellung zu finden, d. h. sie bekommen weniger Lohn, weniger Urlaub und haben meist befristete Verträge. Die Liste der Beispiele aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor ließe sich fast beliebig fortführen.

Neben diesem „Outsourcing“ reiht sich auch die Aushöhlung von Branchentarif­verträgen in die neoliberale Wirtschaftspolitik mit ein und eine Politik, die die Menschen zwingt jeden Job anzunehmen – ungeachtet der Bedingungen oder des Lohnes.

Für die Arbeitgeber ist die Ausgliederung eine willkommene Möglichkeit Personalkosten zu sparen. Nach Schätzungen sind mindestens 20 Prozent der Beschäftigten in den Kran­kenhäusern inzwischen in „Servicegesellschaften“ oder in anderer Form ausgegliedert. Neben den „klassischen“ Outsourcingbereichen wie Reinigung und Küche betrifft dies inzwischen auch vermehrt Handwerk und Technik, Therapeut*innen, Verwaltung/IT, Sozialarbeiter*innen und bei manchen privaten Anbietern auch die Pflege. So wurde inzwischen ein Niedriglohnsektor aufgebaut und wird weiterhin ausgebaut.

Welche Folgen hat Outsourcing für die Belegschaften? Wie wirkt sich der wachsende Niedriglohnsektor aus unsere Gesellschaft aus? Und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es?

Das wollen wir diskutieren mit:

  • Angela Hauser, Personalratsvorsitzende am Uniklinikum Tübingen, wo zahlreiche Beschäftige in die Servicegesellschaft UDO ausgegliedert wurden
  • Margrit Paal, Personalratsvorsitzende der Universität Tübingen, an der es viele Befristungen gibt
  • Gerlinde Strasdeit, ver.di-Ortsvorstandsvorsitzende und Linke-Stadträtin in Tübingen, kritisiert die Ausgliederung der städtischen Reinigungskräfte
  • Helga Fischer, Betriebsrätin bei sMAIL, einem privaten Postdienstleister in Tübingen/Reutlingen

Das Podium beginnt am Dienstag, 26. Juni 2018 um 20 Uhr im kleinen Saal des Schlatterhauses in der Österbergstr. 2 in Tübingen.
(Vom Lustnauer Tor aus die steile Straße hinauf zwischen Apotheke und Kreissparkasse. Das Schlatterhaus befindet sich auf der rechten Seite.)

Eine gemeinsame Veranstaltung mit attac Tübingen, sowie dem ver.di Ortsverein Neckaralb und dem DGB Kreisverband Tübingen.

(Diese Veranstaltung bei Facebook: Podium: Outsourcing und Niedriglohnsektor)

Download: Flyer zur Veranstaltung als PDF.

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Podium: Ist Prekarität unsichtbar?

Donnerstag, 25. Januar 2018 um 19 Uhr:
Podium: Ist Prekarität unsichtbar?

Jeden Tag kommen Menschen mit verschiedensten Problemen in die Beratung des Tübinger Arbeitslosen-Treffs. Doch in der breiten Öffentlichkeit sind Armut und Prekarität nur ein Rand-Thema. Wie können wir das ändern?

Podium mit folgenden Gästen:

  • Uta Schwarz-Österreicher  (langjährige Leiterin Soziales der Stadt Tübingen)
  • leider erkrankt: Peter Heilemann (langjähriger Sozialarbeiter und  Diakon der Eberhardsgemeinde)
  • Dorothee Hermann (Journalistin)
    (in Vertretung von Frau Angstmann-Koch, die kurzfristig erkrankt ist)
  • ein Ehrenamtlicher des Tübinger Arbeitslosen-Treffs

Das Podium wird moderiert von Matthias Möhring-Hesse aus dem Vorstand des Arbeitslosen-Treffs.

Podium: Ist Prekarität unsichtbar?

im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe: „Geschichten aus dem Land der Prekarität“

offenes Frühstück ab sofort immer Mittwochs

Im Jahr 2018 wird unser offenes Frühstück immer Mittwochs von 10 bis 12 Uhr stattfinden. (Nicht wie bislang Donnerstags.)

Sofern sich im Vorfeld genügend Teilnehmer*innen verbindlich für das Frühstück anmelden, gibt es ein umfassendes Angebot mit diversen Belägen und Müsli etc. Da der Einkauf fürs Frühstück von unterschiedlichen Ehrenamtlichen getätigt wird, variiert das Angebot dabei immer etwas. Für so ein umfassendes Angebot müssen wir von jedem einen Unkostenbeitrag von 3 € erheben.

Wenn im Vorfeld nicht genügend Anmeldungen vorliegen, findet unser Frühstück als „Brezel-Frühstück“ statt. Dann gibt es Brezeln und Kaffee, auch ohne Anmeldung und solange der Vorrat reicht. Das Brezel-Frühstück kostet nur einen Euro pro Person. und beinhaltet eine Brezel mit soviel Kaffee wie man mag.)

Crowdworking – eine Form der digitalen Prekarität?

Donnerstag, 7. Dezember 19 Uhr:
Crowdworking – eine Form der digitalen Prekarität?
Crowdworking, eine neue Form der Online-Arbeit, breitet sich aus. Diese verspricht Freiheit und Selbstbestimmung.

Tatsächlich arbeiten Crowdworker nur scheinbar „selbstständig“. Sie erhalten ihre Aufträge von internetbasierten Plattformen, die von Unternehmen zur Aufgabenerledigung genutzt werden.

Wie also arbeiten Crowdworker unter diesen Bedingungen? Wie ist es um ihre soziale Absicherung bestellt?

Den Input liefern an diesem Abend Carolin Linckh und Werner Eichhorst. Sie arbeiten am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.
Flyer zur Veranstaltung "Crowdworking – eine Form der digitalen Prekarität?"
im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe: „Geschichten aus dem Land der Prekarität“

Beratung für Erwerbslose und prekär Beschäftigte